Lady Nelson: Aufrüstungsmaßnahmen

Auf der Werft | 15. Juli 2020

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Aufrüstungsmaßnahmen
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Herstellung der Drehgestelle
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Drehbassen vor dem Brünieren
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Bugbereich mit Kanonen und Drehbassen
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Heckbereich mit Kanonen und Drehbassen
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Das Heck aus anderer Perspektive
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Der Bug aus anderer Perspektive
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Der Bugbereich von oben
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Der Heckbereich von oben
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Das gesamte Deck von oben

Als Marinekutter zur Zeit der Napoleonischen Kriege ist Lady Nelson bewaffnet. Die Herausforderung beim Modell ist es, diese Bewaffnung möglichst realistisch darzustellen. Was der gewählte Maßstab von 1:64 und die, auch im Original, recht kleinen Geschütze nicht einfacher machen.

Die Kanonen

Lady Nelson hat laut Legende zehn sog. Dreipfünder als primäre Bewaffnung. Um das Jahr 1800 wären diese Kanonenrohre im Original zwischen 1,37 m und 1,68 m lang. Das entspricht 21 mm bzw. 26 mm im Maßstab 1:64. Die mitgelieferten Rohre sind mit 16 mm viel zu kurz (und auch viel zu dünn). Damit der Eindruck stimmig ist, müssen sie also ersetzt werden. Die Ersatzteile sind mit 20 mm auch zu kurz, aber nur ein wenig. Bei den Lafetten habe ich ein wenig experimentiert und begonnen, welche aus Holz zu bauen. Letztlich sind die Mitgelieferten aber auch sehr gut.

Die Kanonentakel

Diese alten Kanonen wurden mit Flaschenzügen gehandled: Je eine Seitentalje diente für das Ausrammen und das seitliche Ausrichten. Mit einer (englisch) oder zwei (französisch) Rückstoßtalje(n) konnte die Kanone in Richtung Schiffsmitte gezogen werden. Ein sog. Brocktau hielt die Kanone in Position und fing den Rückstoß beim Abfeuern im Gefecht ab. Eine Kanone hatte ich vollständig getakelt, die Seitentaljen erschienen mir aber trotz der nur 2 mm langen Takelblöcke doch allzu mächtig für die kleinen Kanonen. Also wird - erst einmal - auf die Darstellung der Seitentaljen verzichtet.

Die Drehbassen

Als Sekundärbewaffnung hat die Lady zehn sog. Drehbassen (engl. Swivel gun). Ihr Kaliber ist für die Lady Nelson nicht angegeben, beträgt aber typischerweise 0,5 Pfund. Drehbassen wurden im Nahkampf verwendet. Man verschoß gehacktes Blei oder Ladungen aus Nägeln und anderen Metallteilen und bestrich damit das Deck des Gegners um möglichst viele darauf befindliche Menschen zu Tode zu bringen. Montiert sind Drehbassen in schwenkbaren Drehgestellen, die auf Pfosten der Rumpfstruktur aufgesetzt werden.

Die Drehbassen entstanden aus 15 mm langen Rohren aus Messing. Die üblichen Hebel zum Schwenken wurden aus Messingdraht gebogen und in eine Bohrung im Kanonenrohr weich eingelötet. Das Drehgestelle entstanden aus Messingblech in die ein Nagel als horizonzale Achse eingelötet wurde. Eine kleine Bohrvorrichtung diente dazu, die Löcher möglichst gleichmäßig in die zehn Drehgestelle zu bohren. Die Drehbassen sind, wie auch die Kanonenrohre, chemisch brüniert.


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