Le Renard, das Finale

Auf der Werft | 6. März 2016

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Der Bug mit dem Anker
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Der Heckspiegel der Renard
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Ansicht von schräg hinten
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Gaffelbaum, Großschoten und Deckshütten
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Komplette Ansicht des Rumpfes
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Mannschaft an der Ruderpinne
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Detail des Masts
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Die Le Renard zur Gänze

Der Bau der Le Renard ist abgeschlossen. Baubeginn war Oktober 2011, Bauende war Januar 2016. Das Ergebnis ist für mich sehr zufriedenstellend. Insbesondere die Entscheidung, in gute Pläne und gutes Material zu investieren haben sich gelohnt. Die vielen im Internet verfügbaren Fotos haben ein übriges zum Gelingen beigetragen.

Letzte Arbeiten

Als letzte handwerkliche Herausforderung war der Modellständer herzustellen. Die Grundplatte ist gekauft (50 cm x 15 cm, 2 cm dick), die Stützen wurden aus Birne (8 mm) ausgeschnitten. Nach dem Beizen mit Nussbaum wurde alles mehrfach mit Klarlack aus der Sprühdose lackiert. Zur Befestigung des Modells am Ständer hatte ich im Kiel zwei Muttern (M3) eingelassen. Das Modell wird nun mit entsprechenden Schrauben am Ständer fixiert.

Die farbefrohe Flagge entsteht aus - mit Künstlerfarbe bemalten - Seidenpapier. Der Steuermann der auf den Bildern an der Ruderpinne zu sehen ist, ist hauptberuflich LKW-Fahrer und stammt aus einem Set von sechs Figuren der Fa. Preiser. Die Renard erhält einen geeigneten Platz zur Präsentation und wird so schnell wie möglich in einer Vitrine oder einem Vitrinenschrank andocken.

Verwendete Sekundärliteratur

Neben den Plänen von Soclaine (die nur für die Takelage verwendet wurden), den Plänen aus St. Malo und vielen Bildern aus dem Internet hatte ich primär vier Quellen in Buchform in Verwendung: »Historische Schiffsmodelle selbst gebaut« von K. Krick, »Schiffsmodellbau, Eine Enzyklopädie« von Orazio Curti, »The Art of Rigging« von George Biddlecombe und die »Enzyklopädie des historischen Schiffsmodellbaus« von Wolfram zu Mondfeld. Die drei erstgenannten Bücher sind schon sehr lange auf dem Markt. Der Mondfeld besteht aus mehreren Bänden, das Gesamtwerk ist noch immer nicht vollständig verlegt (und wird es wohl auch nicht mehr). Es hat einige weitere, sehr ärgerliche Nachteile: Es ist teuer und es fehlt ein zugehöriges Inhalts-/Stichwortverzeichnis, was die Brauchbarkeit als Enzyklopädie für mich stark einschränkt. Außerdem empfinde ich den Stil des Autors wegen des - im Verhältnis zum Informationsgehalt - hohen Anteils an nutzloser Prosa als eher unangebracht.

Aussicht

Es wäre schade, den Bericht über den Bau der Renard mit dieser - eher negativen - Aussage enden zu lassen. Deshalb eine Aussicht auf das nächste Vorhaben: Beim Royal Museum of Greenwich habe ich die Planunterlagen für den englischen Zollkutter Sherbourne von 1763 erstanden und in einem nicht näher genannten Internetauktionshaus einen Bausatz für dieses Boot sowie zusätzlich einen Bausatz für den englischen Zollkutter Lady Nelson. Diese Dame kommt als nächstes auf die Werft.


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