Lady Nelson, Ausrüstung des Decks, Teil 2

Auf der Werft | 3. Juni 2020

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Nagelbank und Beting im Bug
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Beting vor dem Mast
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Die erste Lenzpumpe
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Beide Lenzpumpen
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Beide Lenzpumpen
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Poller und Drehbassenstützen im Heck
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Poller und Drehbassenstützen im Bug
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Stets an Bord: Der Kaptitän (dient als Maßstab)

Gegenüber der Renard ist der Aufwand für die Ausrüstung des Decks der Lady - mit Ausnahme der Kanonen - sehr überschaubar. Nach der Deckshütte und den Decksluken waren als Nächstes die Ankerwinde, die Lenzpumpen, zwei Betings und drei Nagelbänke herzustellen.

Die Ankerwinde

Ankerwinden auf historischen Seglern gibt es im Prinzip in zwei Varianten, als Gangspill (bei dem sich das Spill um die horizontale Achse dreht) und als Bratspill (bei dem sich das Spill um die waagerechte Achse dreht. Die Lady hat ein Bratspill. Da es von ihr kein Original und damit auch keine Pläne gibt, dienten wieder die Pläne der Sherborne als Referenz für die Ausführung.

Das Spill entstand aus ein paar Holzteilen, zwei Unterlegscheiben und einer Mutter (beides M4 und aus Messing). Das Spill liegt auf zwei Wangen auf, die an der Bordwand befestigt sind. Auch sie entstanden aus Holz und es ist eine ziemliche Fummelarbeit, die Krümmung der Innenseite der Bordwand zu treffen. Was noch fehlt, sind die sogenannten Spillspaken. Mit ihrer Hilfe wird das Spill gedreht. Für sie muss ich noch den historisch richtigen Platz zum Aufbewahren an Deck finden.

Die Lenzpumpen

Die Lady hat zwei Lenzpumpen. Pumpenkörper (Zylinder) und Pumpenschwengel entstanden aus Holz, Kolbenstange und Schwengelstange aus Messing. Es gibt viele Varianten, wie die Lenzpumpen ausgeführt werden könnten. Für die Pumpen der Lady diente eine Lenzpumpe der HMS Victory als Referenz.

Betings und Nagelbänke

An Deck gibt es zwei Betings, eine dient als Widerlager für den Bugsprit und eine zum Belegen von Takelage. Gleiches gilt für die Nagelbänke. Die zugehörigen Belegnägel sind aus Messing und zugekauft. Die im Bug ist laut Plan von Victory Models eigentlich keine Nagelbank, sondern eine einfache Strebe ohne Belegnägel.

Zu guter Letzt wurden noch die Poller und die Stützen der Drehbassen hergestellt. Außerdem ist der Bugsprit zumindest im Rohbau schon fertig. Wie damals üblich ist er mit 2/3 der Rumpflänge enorm lang.


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